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Hier eine Geschichte, die mir von Hansjörg Lais zugetragen wurde
Herr und Frau Fray besuchten des öfteren unseren Stammtisch, sie waren sogleich vom Virus Oldtimer befallen.
Darauf wurde im Internet nach einem Oldtimer gesucht, zuerst sollte es ein MG Magnetta sein von dem ich Herrn Fray ab einem Gebot Höchstgebot abriet, ohne das Fahrzeug zu sehen.
Dann stellt sich heraus, Herr und Frau Fray haben viele Freunde im Elsass. Darauf riet ich Herrn Frey doch nach einem Peugeot 404 zu suchen.
Sofort wurde wieder das Internet in Gang gesetzt und ich wurde fündig, ein Peugeot 404 in taubenblau.
Das Fahrzeug steht in Cuxhafen und sah nach den Bildern, die im Netz standen sehr gut aus.
Frau Fray hat sogleich mit dem Verkäufer Kontakt aufgenommen und es wurde versichert, daß das Fahrzeug ist in gutem Zustand ist und kann auch heimgefahren werden kann. Es hat auch schon ein H-Kenn- zeichen.
Herr und Frau Fray fuhren am nächsten Wochenende mit dem Zug über Nacht nach Cuxhafen um den Peugeot zu holen.
Der Verkäufer lud die Interessenten zuerst zu einem Fischfrühstück ein, natürlich kostenlos.
Dann fuhr man zum Ort der Begierde der erste Eindruck war nicht schlecht, aber als man Türen und Tore des Peugeots öffnete kam alles ans Tageslicht.
Auf diesen Schock hat mich Frau Fray auf der Schweigmatt angerufen ich war ja am Oldtimer Früschoppen, nach diesen Aussagen von viel Rost empfahl ich den beiden, die Heimreise ohne den Peugeot anzutreten.
Ich diskutierte mit Oldtimerfreunden am Stammtisch den Kauf eines Oldtimers im Internet. Die Bilder auf dem Bildschirm werden nicht immer authentisch wiedergeben.
Plötzlich sagte ein Gast, der zum harten Kern des Oldtimerstamm- tischs gehört, er wisse wo solch ein Peugeot stehe. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, das ich mit besagtem Peugotbesitzer in die Kfz Berufsschule ging und ich Ihn als einen sehr guten Peugeot- Kfz- Mechaniker kannte.
Die nächsten Tage nahm ich Kontakt mit der besagten Person auf und man einigte sich aufs nächste Wochenende das Fahrzeug zu besichtigen.
Man traf sich zu verabredetem Schuppen natürlich mit Herr und Frau Fray und der Peugeot wurde sogleich besichtigt.
Das Fahrzeug machte einen guten Allgemeinzustand. Schweißarbeiten wurden schon vor Jahren erledigt und das Fahrzeugwurde auch damals lackiert, nicht gerade Hochglanz aber für das Fahrzeug ein guter Kompromiss mit etwas Patina, aber mit einersuper Innenausstattung. Das Fahrzeug kam vor Jahren aus der Schweiz.
Nach kurzen Verhandlungen wurde das neue Objekt für einen angemessenen Preis gekauft, ein paar Tage später fuhr ich das Auto zu meiner Werkstatt, wo die Standschäden der letzten Jahren (Bremsen und Leitungen) behoben wurden.
Genau richtig zu Weihnachten konnte ich den Wagen auf die Straße bringen und mit Herrn und Frau Fray nach Schweigmatt zum Früh- schoppen fahren. Bis auf kleine Aussetzer eine schöne Fahrt erleben mit einem für die Zeit Baujahr 1966 wunderbaren Fahrzeug fahren.
Es stellte sich sofort wieder das alte Fahrgefühl ein, denn ich fuhr in meinen ersten Autojahren auch so ein Peugeot 404.
Für diese Zeit war der Peugeot 404 mit einem Ponton von Mercedes gleichzusetzen aber für den kleineren Geldbeutel.
Dieses Fahrzeug hatte damals schon eine gute Heizung, einen absolut zuverlässigen Motor (stundenlang vollgasfest) und war sehr bequem wie auf dem Sofa. Bremskraftverstärker und Viscolüfter waren selbstverständlich sowie Liegesitze und Stahlschiebedach also alles in allem ein super zuverlässiger Oldtimer mit passablem Spritverbrauch.
Ich wünsche Herr und Frau Fray viel Freude mit dem Fahrzeug, denn man muß die Peugeots mit der Lupe auf der Straße oder beiOldtimer- treffen suchen.
Das Ende der Geschichte zeigt doch wieder, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.
Hätten wir keinen Stammtisch auf der schönen Schweigmatt beim Frank im Waldhaus, so wäre sicher diese Geschichte nicht entstanden.
Ich wünsche allen Stammtischbesuchern und denen die es werden wollen ein gesundes und schönes neues Jahr mit dem Oldtimer.
Hansjörg Lais
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